DAS JAHR 2025 WAR MIT SICHERHEIT EINES DER
HERAUSFORDERNDSTEN DER LETZTEN JAHRE.
Der Druck am internationalen Weinmarkt, gepaart mit einer hohen Inflation und einem ständigen Anpatzen durch die „Abstinenzlerbewegung“ haben der gesamten heimischen Weinwirtschaft das Leben und das Wirtschaften deutlich erschwert.
Umso bemerkenswerter war es zu beobachten, wie aktiv die burgenländischen Winzerinnen und Winzer in den vergangenen 12 Monaten waren. Mit Herzblut und viel persönlichem Einsatz haben sie nicht nur der Krise getrotzt, sondern traten auch aktiv als Markenbotschafter für das Burgenland auf. Auch von Seiten der Wein Burgenland und dem Weintourismus Burgenland blicken wir auf ein überaus aktives Jahr zurück.
Neben Altbewährtem wurden auch neue Projekte wie „Win a Winzer“ oder „Junges Burgenland: Next Generation“ ins Leben gerufen – Projekte, die dem Zeitgeist entsprechen und auch neue Zielgruppen ansprechen. Die im Jahr 2024 in einem intensiven Prozess ausgearbeitete Strategie Weinwirtschaft 2030+ floss aktiv in die Aktivitäten des letzten Jahres ein. Persönlicher Kontakt bei Präsentation, Ausbau des weintouristischen Angebotes, Incoming Reisen von Fachleuten sowie aktive Schulung der Opinion Leader wurden 2025 neben den neuen Aktivitäten großgeschrieben.
Gemeinsam hat sich die Weinwirtschaft wieder als Motor der Landwirtschaft im Jahr 2025 gezeigt – aktiv, zielstrebig und nicht „den Kopf in den Sand steckend“. Wie wichtig der Wein für unser Bundesland ist, zeigt die im Herbst 2025 veröffentlichte Studie über die wirtschaftliche Bedeutung der Weinwirtschaft. Mehr als 6.000 Arbeitsplätze – dies entspricht 4,2 % aller Beschäftigten im Burgenland – sichert die Weinwirtschaft. Über 246 Millionen Euro betrug die Bruttowertschöpfung in unserem Bundesland. Dies entspricht 2,5 % der gesamten burgenländischen Wirtschaftsleistung. In keinem Bundesland ist dieser Anteil höher.
Auch der Finanzlandesrat darf sich über die Weinwirtschaft freuen, spülte sie im Jahr 2023 insgesamt 8,2 Millionen Euro in die Landeskasse des Burgenlandes. Auf diese Werte können wir stolz sein und sie auch lautstark verkünden, sie sind aber auch ein Anspruch für unsere zukünftigen Aktivitäten. Ein Punkt, der der gesamten Weinwirtschaft sauer aufstößt, ist die aktuelle Debatte um den Alkohol (Stichwort „Jeder Tropfen ist schädlich“) und die in diesem Zusammenhang negative Darstellung des Weins.
Die Reduktion von Wein auf eine einzige Inhaltssubstanz ist nicht nur falsch, sondern auch ignorant. Wein ist ein jahrtausende altes Kulturgut und hat fundamentale kulturelle und hedonistische Qualitäten. Wein war auch immer ein Brückenbauer zwischen Kulturen und hat den sozialen Austausch gestärkt. Hier müssen wir in der Kommunikation kantiger und offensiver werden.
Gemeinsam werden wir gestärkt aus dieser herausfordernden Zeit herausgehen – wir freuen uns auf
ein vielfältiges, aktives und erfolgreiches Jahr 2026.