News & Info > Aktuelles > Weinjahrgang 2011
Nach einem mengenmäßig kleinen Ernte im vergangenen Jahr, brachte uns der ideale Wetterverlauf im Jahre 2011 sowohl mengenmäßig einen guten und qualitativ einen außergewöhnlichen Jahrgang. Die Winzer zeigen sich zufrieden und hoch erfreut und auch die Kunden dürfen sich auf die edlen Tropfen des Jahrganges 2011 freuen.
Dies sagen einige burgenländische Winzer über den Weinjahrgang 2011:
Anton Iby (Weingut Iby) Horitschon:
Ein "großer" Jahrgang, in der Liga von 1945, 1983, 1997 und 2000. Für uns einer der wirklich großen Jahrgänge, die es normalerweise vielleicht einmal in einer Dekade gibt. Die reifsten Tannine und gesündesten Trauben die wir je gesehen haben. Quantitativ erfreulicherweise auch eine normale Erntemenge!
Thomas Schwarz (Weingut Kloster am Spitz) Purbach
Das Jahr 2011 bringt uns saftig, reife Weine, die sich speziell im Weissweinsegment schon bald gut antrinken lassen werden. Wichtig war spontan auf das auf und ab des Wetters zu reagieren, erst trocken, dann feucht, dann wieder trocken. Mit dem Hagel vor der Blüte haben wir leider wieder einiges an Menge eingebüßt. Der stabile Traumherbst hat uns allerdings für die Strapazen im Frühsommer voll entschädigt. Beim Rotwein darf man sich auf satte, perfekt gereifte Tannine freuen, die lange Lebensdauer prophezeien.
Peter Szigeti (Sektkellerei Szigeti) Gols
Die vergangene Ernte (2011) war für den Sektgrundwein hervorragend. Frühe Lese mit sehr gesundem, physiologisch reifem Traubenmaterial und schönen Säurewerten. Erstmals wurde ein Grundwein von der „Golser Hügelkette“ - Altenberg, Goldberg, Zwickelacker und Breitenacker aus Pinot Noir, Zweigelt und Chardonnay, in Ganztraubenpressung gekeltert. Daraus wird erstmals in Österreich ein „Terroirsekt“ produziert. Gesamt gesehen leider nur ein mittlerer Ertrag mit sehr hohen Preisen.
Grenzhof Fiedler (Grenzhof Fiedler) Mörbisch
Der Jahrgang 2011 war geprägt von einem warmen, trockenen Spätsommer und hat uns eine sehr frühe Lese mit durchschnittlicher Erntemenge beschert. Die Weißweine sind naturgemäß milder als ihre Vorgänger aus dem Jahr 2010, weisen aber eine durchaus balancierte Säurestruktur und trotz der hohen Temperaturen zur Reifezeit keine überhöhten Alkoholwerte auf.
Auch die Rotweine präsentieren sich sehr vielversprechend mit ausgeprägten Fruchtaromen und samtigen Tanninen. Dank der optimalen Traubenreife zählt 2011 sicherlich zu unseren besten Rotweinjahren. Für edelsüße Weine hingegen war der trockene Herbst nicht ideal, weil sich die dafür notwendige Edelfäule erst sehr spät entwickelte. Mitte November konnten wir aber dann doch noch eine schöne Auslese ernten.
Hans Moser (Weingut Hans Moser,) St. Georgen
Die Spätfröste im Mai haben auf unseren Hanglagen keine Schäden verursacht. Austrieb und Blüte waren nahezu perfekt; der nicht zu heiße und nicht zu nasse Juli hat der Vegetation sehr gut getan. Die heißen Wochen von Anfang August bis Anfang September haben den Trauben einen Reifeschub beschert. Nach intensiven 5 Wochen mit herrlichem trockenem Lesewetter war am 18. und 19. Oktober mit der Ernte von Cabernet und Merlot der krönende Abschluss perfekt.
Resümée: Ein großer Jahrgang mit ausreichender Menge – nach 3 verflixten Jahren (2008 – Hagel, 2009 – Hagel und Chlorose, 2010 extrem kleine Ernte) konnten wir einen guten Ertrag mit sehr guter Qualität aus allen Weingärten in den Keller bringen.
Heidi Schröck (Weingut Heidi Schröck) Rust
In den 30 Jahren, in denen ich Weinbäuerin in Rust bin, habe ich noch nie Trauben wie heuer geerntet. Bei jeder Sorte fanden wir Trauben wie im Bilderbuch vor. Und die Weine, die daraus vergoren wurden, schlummern ja noch vielversprechend im Keller....
Thomas Gratzer (Zantho) Andau
2011 war für uns in Andau ein großartiger Jahrgang sowohl was die Qualität der Trauben betrifft, als auch die Erntemenge. Nach einem mengenmäßig kleinen Jahrgang 2010 konnten wir heuer unsere Fässer wieder mit großartigem Wein füllen! Der Jahrgang 2011 wird als relativ warm und trocken in unsere Geschichte eingehen – vollkommen gesunde, dickschalige Trauben brachten sehr konzentrierte und dunkelfärbige Rotweine mit wunderbar würzigen Fruchtaromen und milder Säure die schon sehr gut zu verkosten sind. Die Weißweine zeigen eine cremig-frische Frucht bei milderer Säure. Sowohl Rot- wie auch Weißweine sind bestimmt für die längere Lagerung geeignet – ein großer Jahrgang für St. Laurent und Zweigelt!
Dieter Hoffmann-Unzog (Schloß Halbturn) Halbturn
Der Zeitraum vom April bis Juli war durch eine durchwachsene Witterung (teilweise kühle Temperaturen, häufige Niederschläge) geprägt und die Vegetation hinkte anfänglich etwas nach. Ab Ende Juli bis hin zur Ernte bestimmte überwiegend ein ausgezeichnetes Wetter die Entwicklung der Reife, dadurch konnten wir in der Folge von allen Rebsorten ausgezeichnete und vollreife Trauben ernten - eine wunderbare Ausgangsbasis für einen großen Jahrgang!
Josef Umathum (Weingut Umathum) Frauenkirchen
2011: Die ganze Kühle und Frische des Sommers hat sich im warmen, trockenen Herbst konzentriert. Alle Weine sind von überdurchschnittlicher Qualität, und darüber stehen noch Monumente an Rotweine.
Kaum ein Jahrgang der letzten 30 Jahre brachte eine derart gute Qualität, und dies noch dazu in so zufriedenstellender Erntemenge.
Gernot Heinrich (Weingut Gernot und Heike Heinrich) Gols
Wir begannen 2011 bereits am 30. August mit der Ernte einiger früh-reifender Trauben, wie Zweigelt und St. Laurent, gefolgt von Pinot Noir. Eine Verkostung des Traubensaftes zeigte bereits einen Geschmack nach roten Beeren geprägt von Elleganz und Feinheit. Am Leithaberg begann die Ernte später und endete am 6. Oktober. Abgesehen von einigen Spätfrösten im Mai in den Weingärten rund um Gols waren wir extrem zufrieden heuer mit der Reifungsphase und mit der Ernte. Sowohl eine hohe physiologische Reife als auch die lockere Beerenstruktur waren dann das Ergebnis.
John Nittnaus (Weingut Hans und Anita Nittnasu) Gols:
Frühjahr nicht zu warm, aber trocken. Anfang Mai Kälteeinbruch (-2°C, Spätfrostschäden), Juni wärmer, Blüte um den 10. Juni; Juli anfangs extrem heiß, dann gegen Ende Kälteeinbruch, der Dauerregen, der in Westösterreich war, hielt sich bei uns in Grenzen.
Ab Mitte August wieder warm, den ganzen September und Oktober nur sonnig (dazwischen einzelne nötige Regenfälle), herrliches Lesewetter, keine Fäulnis, hohe Zuckergrade, für Rotwein außergewöhnliches Jahr.