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Blaufränkisch makes Forever Young!

Im Rahmen einer vom Bundesamt für Weinbau durchgeführten Studie* (im Jahr 2006, sowie der erneuten Untersuchung im Jahr 2008) über Qualitätsfaktoren burgenländischer Weine entdeckte Dr. Walter Flak, Leiter des Bundesamtes für Weinbau, Eisenstadt, dass Weine aus Blaufränkisch-Trauben, die im Mittelburgenland wachsen, den vergleichsweise höchsten Resveratrol-Gehalt von untersuchten nationalen und internationalen (Burgund, Bordeaux, Beaujolais, etc.) Rotweinen aufweisen.

Resveratrol hält die Zellen jung

Als natürlicher Anti-Ageing Faktor hat Resveratrol bereits des Öfteren wissenschaftliches Interesse geweckt: In verschiedenen Untersuchungen u.a. von David Sinclair an der Harvard Medical School (Studie veröffentlicht im Britischen Wissenschaftsmagazin „Nature“ im Nov. 2006) konnte gezeigt werden, dass Resveratrol die Lebenserwartung verschiedener Organismen deutlich erhöht, indem es unter anderem durch die Regulierung eines Gens, den Alterungsprozess in den Zellen verlangsamt. Bei verschiedenen Versuchstieren wie Würmern, Fruchtfliegen und Mäusen wurde eine lebensverlängernde Wirkung beobachtet.

Mäuse mit einer sehr kalorienreichen Fütterung, litten an Fettleibigkeit – einschließlich metabolischer Veränderungen - die an Diabetes, Leber- und Herzschäden erinnern - während die Kontrollgruppe zusätzlich mit Resveratrol gefüttert wurde, und dabei eigentlich nur vorteilhafte Veränderungen in ihrer gesamten Physiologie zeigte. Die Mäuse, die mit Resveratrol gefüttert wurden, hatten eine längere Lebensdauer von durchschnittlich 15% gegenüber der anderen Gruppe.

„Cool Climate“ als Jungbrunnen? 
Resveratrol ist ein Pflanzenstoff, der in der Traubenhaut enthalten ist. Je nach Traubensorte, Anbaugebiet, Verarbeitung und klimatischen Bedingungen variiert der Gehalt von Resveratrol. Der Grund für den relativ hohen Gehalt ist noch nicht im Detail erforscht, es könnte aber sein, dass Klimafaktoren dafür verantwortlich sind, denn einen ähnlich hohen Wert wie die mittelburgenländischen Blaufränkisch-Weine weisen Pinot Noirs aus der Schweiz auf. Man könnte daraus schließen, dass Rotweine aus „Cool Climate Regions“ jünger halten, als jene aus Weinbaugebieten mit hohen Temperaturen. Das allerdings muss noch genauer erforscht werden.

Vergleichswerte Jahrgang 2006:
Mittelburgenland:                      5,6 mg/l
Neusiedlersee-Hügelland:          5,3 mg/l
Bordeaux:                                3,9 mg/l
Burgund:                                  4,4 mg/l
Beaujolais:                               2,9 mg/l
 
Was genau bewirkt der Rotwein?

Die Pflanzenwirkstoffe Reservatrol, Polyphenol und Lycopin wirken sich positiv auf das Herz-Kreislauf-System, den Fett- und Cholesterinstoffwechsel, die Vorbeugung von Krebs sowie auf die Lebensverlängerung von Zellen aus.

Gut essen… und vor allem gut trinken!
Die erste weltweit Aufsehen erregende Studie war das sogenannte „Französische Paradoxon“, das 1991 publiziert wurde und in den USA schlagartig zu einer enormen Steigerung des Rotweinkonsums führte. Das „French Paradox“ beschreibt die Tatsache, dass Franzosen trotz hohem Konsum von gesättigten Fettsäuren (Käse, Crême Fraîche, Foie Gras…) und Nikotin eine wesentlich geringere (<40%) Rate an Herz-Kreislauf-Erkrankungen aufweisen, als etwa US-Bürger. Dies dank regelmäßigem Genuss von Rotwein, der Reservatrol und weitere interessante Polyphenole wie Proanthocyanidine (OPC) und Anthocyane enthält.

Im Auftrag der WHO ergaben sich in einer Zehnjahresstudie (MONICA-Studie), durchgeführt in 41 Städten auf der ganzen Welt, extreme Abweichungen in Ländern mit geringem oder sehr hohem Weinkonsum. So war in den USA sowie Kanada und England das Infarktrisiko im Schnitt 3mal (Männer) bis sogar 12mal (Frauen) höher als im Weinland Frankreich.

Seither beschäftigen sich immer mehr Forscher mit der Wirkung von Rotweinen und erkannten dabei auch die vielfältigen positiven pharmakologischen Wirkungen von Reservatrol.

Fazit: Blaufränkische aus dem Mittelburgenland schmecken nicht nur gut, sondern haben - in Maßen genossen - auch Auswirkungen auf die jugendliche Wirkung ihrer Genießer.
 
* Quelle: Bundesamt für Weinbau, Eisenstadt „Qualitätsbestimmende Faktoren und Kostprofile von    Burgenländischen Rotweinen“ (W. Flak, R. Krizan, H. Oswald, G. Passmann, W. Tiefenbrunner, G. Tscheik u. E. Wallner, 2008)
 Falls Sie weitere Fragen zu diesem Thema haben, bitten wir Sie, mit Folgenden Experten Kontakt aufzunehmen:

Dr. Walter Flak, Leiter des Bundesamtes für Weinbau, Eisenstadt: w.flak@bawb.at

Walter Kirnbauer, Weingut K+K Kirnbauer, Präsident des Verbandes Blaufränkisch Mittelburgenland: w.kirnbauer@phantom.at
 

 
 

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