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Leithaberg DAC beschlossen

LEITHABERG DAC beschlossen
Per Verordnung des Landwirtschafts- und Umweltminister vom 30. Juli 2009 dürfen ab dem 1. September 2010 regionaltypische Qualitätsweine unter der Bezeichnung Leithaberg DAC vermarktet werden. Erstmalig wird es in einem Gebiet sowohl einen regionstypischen Weißwein und auch einen regionstypischen Rotwein geben.
Durch Leithaberg DAC sollen die vom Terroir geprägten Weine noch stärker hervorgehoben und deren Bekanntheitsgrad erhöht werden.  In Summe soll dadurch das Image des gesamten Weinbaugebietes gehoben werden.
Herkunft
Am Leithagebirge sind die Allrounder unter Österreichs Winzern zu Hause. Kaum ein anderes Weinbaugebiet erlaubt eine solche Vielfalt an Weintypen wie die rund 3.500 Hektar am Westufer des Neusiedlersees. Topografisch, klimatisch und geologisch ist im Weinbaugebiet Neusiedlersee-Hügelland für Abwechslung gesorgt – und für Terroir-Weine in perfekter Ausprägung.

Bei den Weißweinen liegt ein Schwerpunkt auf Burgundersorten, andere Rebsorten wie zum Beispiel der Grüne Veltliner zeigen hier Finesse und Esprit. Bei den Rotweinen spielt der Blaufränkisch eine Hauptrolle. Die Würze, Mineralität und Frucht, geprägt durch den Schieferboden und Muschelkalk des Leithagebirges sollen die markanten Eigenschaften der beiden Leithaberg DAC-Weine darstellen.  

Leithaberg DAC – erstmals Rot- und Weißwein definiert
Nach mehrjährigen Diskussionen unter den Winzern des Weinbaugbietes und im regionalen Weinkomitee wurde im zweiten Quartal 2009 der Beschluss gefasst ein Empfehlungsschreiben an das nationale Weinkomitee in Bezug auf die Schaffung von Leithaberg DAC zu verfassen. Darin wurden bereits der Stil und auch die Herkunft von Leithaberg DAC Weinen definiert.

Wie auch alle andere DAC’s unterliegt Leithaberg DAC den allgemeinen Anforderungen für österreichische Qualitätsweine. Zusätzlich darf Leithaberg DAC weiß ausschließlich aus den Rebsorten Grüner Veltliner, Weißburgunder, Chardonnay und/oder Neuburger vinifiziert werden. Somit kann der Leithaberg DAC weiß ein sortenreiner Weißwein aus einer der angegebenen Rebsorten sein oder ein Verschnitt aus 2 oder mehreren der genannten Sorten. Der rote Leithaberg DAC muss aus der Rebsorte Blaufränkisch bereitet sein, wobei hier ein bezeichnungsrechtlich zulässiger Verschnitt mit Zweigelt, Pinot Noir und St. Laurent erlaubt ist. Beide Stile sind trocken und von der typischen Mineralität geprägt.

Leithaberg DAC Weine sollen langlebige Weine sein, Weine mit großem Entwicklungspotential. Strukturierte Weine, bei denen nicht das Holz, sondern der Boden den Ausschlag gibt. Weine mit Länge, Mineralität, Nervigkeit, Ausdrucksstärke, Finesse und Eleganz.

DAC in Österreich
Seit der Schaffung der Branchenorganisationen sowie der gesetzlichen Verankerung des Begriffes „DAC“ geht Österreich einen neuen Weg in der Weinvermarktung. Mit der Einführung von DAC-Weinen (DAC steht dabei für Districtus Austriae Controllatus) sollen Herkunftsbezeichnungen mit klaren Geschmacksprofilen in Verbindung gebracht werden, um zukünftig dem Konsumenten die Kaufentscheidung zu erleichtern
Damit reiht sich Österreich ein in die Riege der Vermarktungssysteme großer Weinbauländer wie Italien (DOC), Frankreich (AOC) oder Spanien (DO), wo am Etikett eher die Herkunft als die Rebsorte betont wird. Nur wenn dort ein Wein gebietstypisch schmeckt, wird er auch danach benannt (Rioja, Chablis, Chianti, Soave), alle anderen Weine eines Gebietes tragen größere geografische Herkünfte.

Verordnung DAC

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