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Jahrgang 2007 – Statements...

Andreas Liegenfeld:
Die Weißweine des Jahrgangs 2007 weisen eine extreme Aromatik auf. Die Jungweine präsentieren sich schon äußert trinkfreudig und sehr kompakt. Trotz nicht idealer Wetterbedingungen Anfang September haben wir ein sehr gesundes Traubenmaterial, sowohl bei Weißwein als auch bei Rotwein. 

Illa Szemes:
Die Zweigelternte ist bereits abgeschlossen und momentan deutet alles auf einen sehr guten, eleganten Wein mit der Betonung auf enormer Frucht hin. Die Blaufränkischtrauben sind perfekt gesund und weisen  tolle Gradationen auf – die 2007 dürften sehr elegant und feingliedrig werden. 

Paul Rittsteuer:
Das Traubenmaterial hat aufgrund der guten Witterung eine tolle Reife und auch der Regen Anfang/Mitte September hatten nur geringfügige Auswirkungen. Die Weißweintrauben waren sehr gesund – keine Fäulnis. Bei den Rotweinen hatten Zweigelt und St. Laurent eine schöne Reife und es dürften sich daraus fruchtige, elegante Weine entwickeln. Die Blaufränkisch- und Merlottrauben sind ebenfalls in tollem Zustand. 

Axel Stiegelmar: 
Das Weinjahr 2007 beschert uns im nördlichen Burgenland durch die frühe Blüte Anfang Juni, einen sehr frühen Lesebeginn. Zum Unterschied zu den „frühen“ Jahren 2000 und 2003 hatten wir einen optimalen Witterungsverlauf in den Sommermonaten mit ausreichend Feuchtigkeit und herrlichen Tagen. Der mineralischen Extraktion aus dem Boden waren keine Grenzen gesetzt.
Wir starteten am 27. August mit der Weißweinlese. Es folgten die roten Burgundersorten St. Laurent und Pinot Noir mit erfreulichen Gradationen bis 20 Grad KMW. Mehr als 80% der Weinernte gären derzeit in unseren Kellern. Die Lese ist heuer zu einem Zeitpunkt abgeschlossen, an dem wir normalerweise erst an den Beginn der Hauptlese denken.

Josef Umathum: 
Der große Regen

Stand der Dinge am 5. September 2007 mittags, vor dem großen Regen:
80 % der Ernte ist im Keller, noch einmal Glück gehabt!
Das Rekordhitzejahr ist auch an den Weinreben nicht spurlos vorübergegangen. Wassermangel, Trockenstress, Sonnenbrand, all das mussten unsere Reben aushalten. Tief eingewurzelte, alte Reben kamen naturgemäß mit den extremen Bedingungen besser zurecht.
Zweigelt, St. Laurent und Pinot Noir sind komplett geerntet.
Der Jahrgang ist noch früher als 2003 und ich erwarte bei den Frühsorten zwar keinen großen, aber einen durchschnittlichen Jahrgang.
Aufgrund der enormen Regenmengen in den vergangenen Stunden, muss mit der Ernte der spät reifenden Sorten wie Blaufränkisch, Cabernet und Traminer einige Zeit zugewartet werden, damit zumindest etwas an Konzentration gewonnen wird. Es droht aber Fäulnisgefahr. Jetzt heißt es Nerven bewahren.

Kurt Feiler:
Das Jahr der Extreme

Super reife und gesunde Trauben und super Nervenanspannung bei den Wetterkapriolen. Es wird sicher ein Jahr der Extreme. Extremes Wetter (gleich ganz heiß, dann kalt, dann Regen) und der extremen Qualitäten (hier eventuell auch im negativen Sinne).

Andi Kollwentz:
Frühester Lesebeginn

Die Lese 2007 begann  im Weingut Kollwentz am 28. August mit Pinot Noir. Dies ist der früheste Lesebeginn im Weingut seit Menschengedenken.
Die Reife der Trauben ist enorm hoch. Am 27. August hatten die spätreifen Blaufränkischtrauben in der Ried Setz bereits 18,8 Grad nach der Klosterneuburger Mostwaage, was einen Reifevorsprung von 3 Wochen gegenüber einem Normaljahr bedeutet. Am 5. September sind bereits alle Zweigelttrauben gelesen. Die Beeren sind hochreif, gesund und knackig. Bislang gibt es auch bei den Weißweintrauben kaum Edelfäule, was sich in klaren, klassischen Weinen ausdrücken wird. Wir hoffen weiterhin auf trockenes Wetter und auf den für das Burgenland so typischen Wind.

Reinhold Krutzler 
Also wenn das Wetter mitspielt wird sich 2007 in die sehr guten Jahrgänge 2006, 2003, 2002 und 2000 einreihen.

Stand: September 2007

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