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Der Weinjahrgang 2007 verspricht wieder ein sehr interessanter zu werden. Die burgenländischen Winzer rechnen insgesamt mit einem mengenmäßig zwar etwas geringeren, qualitativ aber mit einem sehr guten 2007er.
Da die Hauptblüte bereits Ende Mai und somit außergewöhnlich früh stattgefunden hat und der heurige Sommer sehr hohe Temperaturen beschert hat, konnte mit einem frühen Lesebeginn – ähnlich den Jahrgängen 2003 und 2000 – gerechnet werden. Die sehr heißen Sommertage führten allerdings regional zu einem Vegetationsstillstand und daher hat sich dieser Vorsprung wieder ein klein wenig verringert. Etwas Spätfrost, Hagel und der sehr heiße Sommer sind die Ursachen dafür, dass die Erntemenge heuer etwas geringer ausfallen dürfte. Wobei man auch erwähnen muss, dass es zu diesem Zeitpunkt noch sehr schwierig ist, eine exakte Schätzung abzugeben.
Im Burgenland hat die Weinlese bereits um den 8. August begonnen, die Hauptlese startete Anfang September. Dabei wurden frühreifende Rebsorten wie Bouvier und Müller Thurgau geerntet, welche vor allem für Jungweine und zur Traubensaftproduktion verwendet werden. Danach wurden Grüner Veltliner, die Burgundersorten, sprich Pinot Blanc, Chardonnay und Pinot Gris und Welschriesling geerntet. Die ersten Rotweine wurden im nördlichen Burgenland bereits in der 1. Septemberwoche gelesen – für Zweigelt und Pinot Noir war dies aufgrund der Zuckergradationen und Säurewerte der ideale Erntetermin.
Auch bei den spätreifenden Rotweinsorten wie Blaufränkisch und Cabernet Sauvignon zeichnet sich ein sehr guter Jahrgang ab. Die Regenfälle Mitte September haben die Qualität der Trauben kaum beeinflusst. Bei guten Bedingungen in den kommenden Wochen werden diese Rebsorten physiologisch komplett ausreifen und somit ein tolles Traubenmaterial resultieren.
Stand: Ende September 2007